Wanderausstellung „Gegen das Vergessen“ im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Düsseldorf
Hagen/Düsseldorf. Die Wanderausstellung
„Gegen das Vergessen“ ist jetzt im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf gezeigt worden. Zur Eröffnung waren neben Minister Karl-Josef Laumann zahlreiche interessierte Gäste vor Ort. Die Veranstaltung bot Raum für Austausch, Gespräche und eine intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte – und wurde von den Beteiligten als sehr gelungen wahrgenommen.
Die Ausstellung dokumentiert behördliche Gräueltaten während der Zeit des Nationalsozialismus in Hagen und macht die Verantwortung städtischer Institutionen in dieser Zeit sichtbar. Entstanden ist sie in Kooperation mit dem Gesundheitsamt der Stadt Hagen und dem Hagener Geschichtsverein sowie unter aktiver Beteiligung von Menschen mit Behinderung und Studierenden der Fachhochschule Dortmund.
Für den Caritasverband ist das Projekt Teil einer aktiven Erinnerungskultur. Ziel ist es, die Verbrechen der NS-Zeit nicht zu verdrängen, sondern sich der eigenen Geschichte zu stellen und Verantwortung sichtbar zu machen. Dabei stehen die Opfer im Mittelpunkt. Gemeinsam mit den Projektpartnern möchte die Caritas den Verfolgten eine Stimme geben und Transparenz schaffen – auch dort, wo Institutionen Mitverantwortung getragen haben.
Bereits vor der offiziellen Eröffnung der Ausstellung war das Interesse aus der Bevölkerung und von Institutionen groß. In Hagen wurde die Ausstellung an zahlreichen Orten gezeigt, darunter in öffentlichen Gebäuden wie dem Gesundheitsamt, dem Rathaus an der Volme, dem Rathaus Hohenlimburg und dem Amtshaus in Hagen-Boele. Darüber hinaus war sie bei publikumsstarken Veranstaltungen in der Stadthalle sowie während der World University Games im Forum der Ischelandhalle zu sehen.
Auch mehrere Krankenhäuser, eine katholische und eine evangelische Kirchengemeinde sowie die FernUniversität Hagen stellten ihre Räume für mehrere Wochen zur Verfügung. Zusätzlich wurde die Ausstellung in einem Zentrum des Deutschen Roten Kreuzes präsentiert.
Das Interesse reicht inzwischen über Hagen hinaus. Bereits im September war die Ausstellung für vier Wochen in der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf zu sehen. Die Präsentation im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales stellt einen weiteren wichtigen Schritt dar, um die Inhalte einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
Die Rückmeldungen an allen bisherigen Ausstellungsorten sind durchweg positiv. Besonders hervorgehoben wird immer wieder die aktive Beteiligung von Menschen mit Behinderung am Projekt. Auch während der Auf- und Abbauphasen kam es häufig zu persönlichen Gesprächen mit Besucherinnen und Besuchern, die von eigenen Familiengeschichten aus der Zeit des Nationalsozialismus berichteten.
Die Ausstellung versteht sich nicht nur als Rückblick auf die Vergangenheit. Sie ist zugleich eine Mahnung für Gegenwart und Zukunft: Erinnerung bleibt eine gesellschaftliche Aufgabe – und ein wichtiger Beitrag, um Verantwortung zu übernehmen und aus der Geschichte zu lernen.
Mehr zum Projekt "Gegen das Vergessen" gibt es
hier.