Warum Menschen ihr Zuhause verlassen und anderswo neu anfangen, hat die unterschiedlichsten Gründe: Kriege, politische Entscheidungen, Verfolgung, Naturkatastrophen, wirtschaftliche Zwänge oder familiäre Gründe. Manche Menschen machen sich auch bewusst auf den Weg. Was auch immer der Anlass war – am Ende sind es alles Menschen mit ihren Geschichten. Und genau diese Geschichten will das Projekt “Erzähl mal, Hagen! Vielfalt findet Stadt” erzählen.
Vielfalt hat in Hagen viele Geschichten
Zwei Erzählabende laden ein, genau hinzuhören. In intimer Atmosphäre erzählen vier Hagener:innen mit Zuwanderungsgeschichte, immer zwei pro Erzählabend, von ihrem individuellen Weg nach Hagen. Die “Erzähler:innen” teilen ihre persönliche Lebensgeschichte mit den Zuhörer:innen. Zuwanderung erscheint hier nicht abstrakt oder statistisch, sondern als hörbare biographische Lebenserfahrung. Die “Erzähler:innen” berichten vom Aufbruch, möglicherweise von Flucht und Ankunft, Familie, Heimweh, Arbeit und Diskriminierung. Sie berichten aber auch von Solidarität, Liebe, Zugehörigkeit und Erfolg.
Hagen hat die vielfältigste Stadtgesellschaft NRWs
Hagen ist die vielfältigste Stadtgesellschaft Nordrhein-Westfalens: fast jede:r zweite Hagener:in hat eine Zuwanderungsgeschichte. Diese Vielfalt prägt die Stadt und hinter jeder Zuwanderung steckt eine eigene und individuelle Geschichte, oft jedoch ungehört. Das Projekt „Erzähl mal, Hagen! Vielfalt findet Stadt“, gefördert von Interkultur Ruhr, dem Regionalverband Ruhr und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, bringt vier dieser Geschichten von Hagener:innen auf die Bühne.
Archiv „Deutsches Gedächtnis“ des Instituts für Geschichte und Biographie der FernUniversität Hagen.
Für die Zukunft gesichert werden die Lebensgeschichten und biographischen Interviews, die im Vorfeld im vertraulichen Gespräch mit dem Sozialwissenschaftler Marvin Marlon Homann (ausgebildet FU Passau, HU Berlin und TU Dortmund) geführt wurden, im Archiv „Deutsches Gedächtnis“ des Instituts für Geschichte und Biographie der FernUniversität Hagen.
Musikalischer Rahmen: Ramin Saqizada - Traditionelle afghanischer MusikMit Ustad Ramin Saqizada gastiert einer der bedeutendsten zeitgenössischen Virtuosen der Rubab – dem Nationalinstrument Afghanistans – bei uns. Der Ausnahmemusiker stammt aus einer traditionsreichen und bekannten Musikerfamilie aus Kabul. Seine tiefe Verwurzelung in der klassischen afghanischen Musik, kombiniert mit einer beeindruckenden internationalen Konzert- und Lehrerfahrung (unter anderem am Afghanistan National Institute of Music), macht seine Auftritte zu einem unvergesslichen Kulturerlebnis. Freuen Sie sich auf ein Programm voller musikalischer Tiefe und meisterhafter Improvisation.
Veranstaltergemeinschaft:
AllerWeltHaus Hagen e.V. & Integrationsagentur des Caritasverbands Hagen, in Kooperation mit dem Institut für Geschichte und Biographie der Fernuniversität Hagen.
Das Projekt ist gefördert von Interkultur Ruhr, dem Regionalverband Ruhr und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
Begrenztes Platzkontingent: Anmeldung (Link unten) erbeten, aber nicht erforderlich.
Anmeldung unter:https://eveeno.com/232938891