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Dr. Oliver Müller besucht Caritasverband Hagen
Nachhaltige Hilfe nach der Flut und starke Quartiersarbeit im Fokus
Hagen. Wie gelingt es, Menschen nach einer Katastrophe langfristig zu begleiten und gleichzeitig gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken? Antworten auf diese Frage erhielt Dr. Oliver Müller, Leiter von Caritas International, bei seinem Besuch des Caritasverbandes Hagen. Im Mittelpunkt standen die nachhaltige Hochwasserhilfe, die Arbeit des Fachdienstes Migration und Integration sowie innovative Projekte der Quartiersentwicklung.
Zu Beginn informierte sich Dr. Oliver Müller über die vielfältigen Unterstützungsangebote der Hochwasserhilfe. In Gesprächen mit den Mitarbeitenden wurde deutlich, dass die Folgen der Flutkatastrophe für viele Betroffene bis heute spürbar sind. Neben materiellen Schäden spielen insbesondere psychische Belastungen und der Bedarf an langfristiger Begleitung weiterhin eine große Rolle. „Katastrophenhilfe endet nicht mit dem Rückgang des Wassers“, betonte Dr. Oliver Müller. „Gerade die Arbeit in Hagen zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, Menschen auch Jahre später noch verlässlich zu begleiten. Dieses langfristige Engagement ist gelebte Solidarität.“
Enge Vernetzung
Beim SkF in Eckesey konnte sich Dr.Oliver Müller einen Eindruck über die Bedeutung der Quartiersarbeit im Stadtteil verschaffen. Dabei wurde deutlich, dass die Menschen in Eckesey besonders stark von der Hochwasserkatastrophe betroffen waren und viele von ihnen bis heute Unterstützung benötigen. Die enge Vernetzung im Quartier sowie niedrigschwellige Angebote tragen dazu bei, Betroffene zu erreichen, Vertrauen aufzubauen und den sozialen Zusammenhalt nachhaltig zu stärken. Ein weiterer Schwerpunkt des Austauschs war das Thema Resilienzstärkung. Gemeinsam wurde erörtert, wie die Erfahrungen aus der Hochwasserhilfe genutzt werden können, um Menschen, Einrichtungen und Quartiere langfristig widerstandsfähiger gegenüber zukünftigen Krisen zu machen. Dabei geht es nicht nur um die Bewältigung der Folgen vergangener Ereignisse, sondern auch darum, Prävention, Vernetzung und Selbsthilfepotenziale zu fördern, damit Gemeinschaften auf zukünftige Herausforderungen besser vorbereitet sind.
Auch der Fachdienst Migration und Integration stellte seine Arbeit vor und präsentierte das BIWAQ-Projekt. Das Programm verbindet Arbeitsmarktintegration mit sozialer Beratung und aktiver Quartiersarbeit. Ziel ist es, Menschen in herausfordernden Lebenslagen neue Perspektiven zu eröffnen und die Entwicklung benachteiligter Stadtteile nachhaltig zu fördern. „Der Austausch mit Dr. Oliver Müller war für uns eine wertvolle Bestätigung unserer Arbeit“, sagt Torsten Gunnemann, Vorstand des Caritasverbandes. „Ob Hochwasserhilfe, Migration und Integration oder Quartiersarbeit – alle Bereiche verfolgen das gemeinsame Ziel, Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu unterstützen und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen. Es freut uns sehr, dass dieses Engagement auf so großes Interesse und Anerkennung gestoßen ist.“