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25 Jahre BAG IDA: Gemeinsam für faire Chancen auf dem Arbeitsmarkt
Berlin/Hagen. Anlässlich ihres 25-jährigen Jubiläums veröffentlicht die Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft Integration durch Arbeit (BAG IDA) ihre Berliner Erklärung. Darin formuliert sie Leitlinien für eine Arbeitsmarktpolitik, die Chancen eröffnet, Fachkräftepotenziale erschließt, Teilhabe ermöglicht und gesellschaftlichen
Zusammenhalt stärkt. Deutschland steht vor großen Herausforderungen: Digitalisierung, neue KI-Technologien und die ökologische Transformation verändern die Arbeitswelt grundlegend. Der Fachkräftebedarf wächst, gleichzeitig schrumpft die Erwerbsbevölkerung. Umso wichtiger ist es, in Menschen und ihre Fähigkeiten zu investieren und auch diejenigen im
Blick zu behalten, die besondere Unterstützung beim Zugang zu Arbeit benötigen.
Genau dafür setzt sich die BAG IDA seit 25 Jahren ein
„Als Mitglied der BAG IDA setzen wir uns dafür ein, dass alle Menschen eine faire Chance auf Teilhabe am Arbeitsleben erhalten – auch diejenigen, die beim Zugang zum Arbeitsmarkt besondere Unterstützung benötigen. Gerade angesichts des Fachkräftemangels und der Veränderungen in der Arbeitswelt dürfen wir keine Potenziale ungenutzt lassen. Es braucht individuelle Förderung, verlässliche Begleitung und langfristige Perspektiven. Denn Arbeit bedeutet nicht nur Einkommen, sondern auch Anerkennung, Selbstvertrauen und gesellschaftliche Zugehörigkeit", so Torsten Gunnemann, Vorstand des Caritasverbandes Hagen.
Junge Menschen stärker in den Blick nehmen
Dabei darf der Erfolg arbeitsmarktpolitischer Förderung nach Auffassung des ausscheidenen BAG IDA Ratsvorsitzenden Stephan Buttgereit, nicht allein an kurzfristigen Vermittlungszahlen gemessen werden. Auch soziale Stabilisierung,
individuelle Entwicklung, gesellschaftliche Teilhabe und Wertschöpfung müssen bei der Bewertung arbeitsmarktpolitischer Instrumente berücksichtigt werden. Die BAG IDA begrüßt vor diesem Hintergrund auch das jüngst von der Bundesregierung angekündigte Programm „Zweite Chance“, mit dem die Zahl der Jugendlichen ohne
Schul- oder Ausbildungsabschluss deutlich verringert werden soll. „Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Bundesregierung junge Menschen stärker in den Blick nimmt. Wer heute ohne Schul- oder Ausbildungsabschluss bleibt, läuft Gefahr, morgen
arbeitslos zu werden und dauerhaft von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen zu sein. Prävention ist deshalb nicht nur eine Investition in die Zukunft der Jugendlichen selbst, sondern auch in den sozialen Zusammenhalt und die Fachkräftesicherung unseres Landes“, erklärt Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa. Entscheidend wird sein, wie das angekündigte Programm konkret ausgestaltet und finanziell hinterlegt wird. In ihrer Berliner Erklärung „25 Jahre BAG IDA – für eine Arbeitsmarktpolitik, die Teilhabe ermöglicht, Chancen eröffnet, Wertschöpfung fördert und Zusammenhalt
stärkt“ fordert die BAG IDA darüber hinaus eine nachhaltige Finanzierung arbeitsmarktpolitischer Instrumente, starke Strukturen der Beschäftigungsförderung sowie einen verlässlichen Sozialen Arbeitsmarkt. Nur so könne das Recht auf Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe für alle Menschen verwirklicht werden.