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Wohnen für Menschen mit geistigen Behinderungen

Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher,

 

die aktuellen bundesrechtlichen Änderungen erfordern es, dass alle Anbieter von vollstationären Einrichtungen der Pflege, anbieterverantworteten Wohngemeinschaften, besonderen Wohnformen für Menschen mit Behinderungen einschließlich  Kurzzeitwohneinrichtungen der Eingliederungshilfe und Einrichtungen der Sozialhilfe sich ihrer fortgeltenden Verantwortung zum Schutz der gepflegten und betreuten Menschen, die sich  ihnen  anvertrauen,  sowie  derer  Teilhaberechte  bewusst  bleiben  und  weiterhin  besondere  Schutzmaßnahmen ergreifen, um sie in besonderer Weise vor den Gefahren einer Infektion mit  dem SARS-CoV-2-Virus zu schützen.  

 

Nach Wegfall von speziellem Bundesrecht kommt dem § 4 des Wohn- und Teilhabegesetzes,  insbesondere dessen Absatz 4, wieder eine besondere Bedeutung zu. Mit dieser Allgemeinverfügung werden die daraus abzuleitenden Regelungen zusammengefasst.

Vor diesem Hintergrund ist zum Schutz vor einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus im  Einzelnen folgendes bitte zu beachten:

 

  • Besucherinnen und Besucher müssen sich vor dem Besuchskontakt die Hände desinfizieren und in Eingangsbereichen und auf Fluren mindestens eine medizinische Maske (sogenannte OP-Maske) zu tragen.            
  • Es wird empfohlen, soweit möglich, zu allen anderen Personen  einen  Mindestabstand  von  1,5  Metern  einzuhalten. 
  • Besucherinnen und Besucher dürfen gemäß § 4 Absatz 2 Satz 1 Nr. 3 der Coronaschutzverordnung die Einrichtung nur mit einem tagesaktuellen negativen Testergebnis betreten.  

 

Zur Umsetzung der Testanforderung ist ihnen im Rahmen des einrichtungsbezogenen Testkonzeptes am Ort der Einrichtung ein kostenfreier Coronaschnelltest bedarfsgerecht anzubieten. Wir bitten daher alle Besucherinnen und Besucher, die sich vor einem Besuch in der Einrichtung testen müssen, im Vorfeld telefonischen Kontakt bzgl. der Testterminierung zu uns aufzunehmen. Somit können wir die Durchführung gewährleisten.

 

Die Durchführung des Tests bei Betreten der Einrichtung entfällt, soweit der entsprechende Testnachweis eines sog. Bürgertests vorgelegt wird. Für die Inanspruchnahme eines kostenfreien Bürgertests kann ein schriftlicher Nachweis zur Berechtigung (Selbstauskunft zur Testdurchführung) formlos durch die Einrichtung erteilt werden.

 

Für Besuche von Seelsorgerinnen und Seelsorgern, in der Einrichtung ehrenamtlich tätigen  Personen, Betreuerinnen und Betreuern, Betreuungsrichterinnen und Betreuungsrichtern,  Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Krankentransportdiensten, Dienstleistenden   zur  pflegerischen oder palliativen Versorgung und zur weiteren Grundversorgung sowie Personen, die innerhalb der Einrichtung Teilhabeangebote durchführen, und für Mitarbeitende der nach  § 43 Absatz 1 und 3 Wohn- und Teilhabegesetz zuständigen Behörden und Aufsichtsbehörden gelten die Regelungen für Besucherinnen und Besucher  entsprechend. 

 

Personen, die die Einrichtung im Rahmen eines Notfalleinsatzes oder aus anderen Gründen  ohne Kontakt zu Bewohnerinnen und Bewohnern nur für einen unerheblichen Zeitraum  betreten, gelten nicht als Besucher und somit besteht keine Testpflicht beim Zutritt. 

 

Veranstaltungen sind zulässig und ein wichtiger Bestandteil der Teilhabe der Bewohnerinnen und Bewohnern. Für die Teilnehmenden untereinander gelten die Hygieneempfehlungen, die  auch ansonsten für Bewohnerinnen und Bewohner und Besuchende gelten. Für öffentliche Veranstaltungen gelten die Regelungen der Coronaschutzverordnung.  

 

Wir bedanken uns für Ihre Mithilfe.

 

 

 

 

Grundgedanken zum Wohnen

Wohnen ist ein existenzielles menschliches Grundbedürfnis. Wohnen, verstanden als ein eigenes und selbstbestimmtes Zuhause, ist somit auch ein grundlegendes Bedürfnis von Menschen mit Behinderung, auf das sie einen Anspruch haben. Es umfasst dabei nicht nur Assistenz, Unterkunft und Verpflegung, sondern immer auch die Polaritäten Geborgenheit und Eigenständigkeit, Privatheit und Gemeinschaft, die Möglichkeit des Rückzuges und der Offenheit nach außen. Wohnen setzt einen individuellen und privaten Wohnraum für die Entwicklung eines ganz persönlichen Lebens voraus.

Grundsätze der Arbeit in unseren Einrichtungen

Als selbstbestimmte sowie lern- und entwicklungsfähige Menschen sind Menschen mit Behinderung vollwertige Mitglieder unserer Gesellschaft. Als Bürger unter Bürgern haben sie das gleiche Recht auf persönliche Entfaltung und Inklusion.

Inklusion bezieht sich dabei auf alle Lebensbereiche und steht für eine selbstbestimmte Lebensführung, die unbedingte Zugehörigkeit und das uneingeschränkte Einbezogensein in die Gesellschaft - für alle Menschen und unabhängig davon, ob und wie umfassend der Einzelne dabei unterstützt werden muss.

 

Im Sinne unseres christlichen Menschenbildes ist Inklusion ein Grund- und Menschenrecht. Wir sind als Menschen in unserer Unterschiedlichkeit gleich, im Sinne von gleich wertvoll. Wir müssen unsere Würde nicht erarbeiten oder verdienen. Sie ist ein Geschenk.

Leitgedanken unserer Begleitung von Menschen mit Behinderung

  • Erhaltung und Förderung größtmöglicher Selbständigkeit, Selbstbestimmung, Gesundheit und Lebensqualität
  • Achtsamkeit und Unterstützung, wo sie gewünscht und benötigt wird
  • "Teilhabelotse" sein - nutzbar machen und entwickeln von Chancen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft und der Gesellschaft
  • Ermöglichung individuell zufriedenstellender Angebote der Beschäftigung und Arbeit
  • Unterstützung bei der Erarbeitung eines persönlichen Lebenskonzeptes

Grundzüge unserer wohnbezogenen Angebote

 

Unsere Wohnangebote für Menschen mit geistiger Behinderung decken die gesamte Bandbreite der wohnbezogenen Angebotsformen von stationärem Wohnen in einer Wohngemeinschaft bis zum ambulant betreutem Wohnen in der eigenen Wohnung ab.

Die Unterstützungsleistungen erstrecken sich hierbei u.a. auf die alltägliche Lebensführung, die Pflege, individuell persönliche Angelegenheiten, die Freizeitgestaltung sowie den Bereich Arbeit und Beschäftigung. Inwiefern diese Gesamtheit in Anspruch genommen wird, hängt von den individuellen Bedarfen und den Zielen des Einzelnen ab.

Kurzzeitbetreuung / -pflege

Für Kurzzeitaufnahmen - beispielweise bei geplantem Urlaub der Angehörigen, plötzlicher Krankheit oder auch zum Kennenlernen des stationären Wohnens – bieten wir entsprechende Räumlichkeiten und Unterstützung an. Sprechen Sie uns an!