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Basketballteam

Wir sind Ein Team!

Die Basketballbegeisterung hat in der St. Laurentius-Werkstätte des Caritasverbandes Hagen e.V. Tradition. Viele Beschäftigte gehen regelmäßig zu Spielen des Bundesligavereins Phoenix Hagen. Auch zur Mannschaft und den Spielern gibt es regen Kontakt.

Anfang 2010 wurde auf Wunsch der Beschäftigten eine Basketballmannschaft gegründet. Diese besteht derzeit aus elf Angehörigen der Werkstätte. Zunächst wurde 14-tätig trainiert. Nach einer erfolgreichen Teilnahme an einem Turnier von Special Olympics, wurde der Wunsch geäußert öfter zu trainieren. Eine enorme Steigerung des Selbstwertgefühls und des Selbstvertrauens konnte beobachtet werden. Nun wird dem Wunsch entsprechend wöchentlich trainiert, jedoch über die normale Arbeitszeit hinaus. Die Mitarbeiterinnen des Caritasverbandes Eva Berwe, Angelina Merz und Annette Gerbersmann trainieren und begleiten die Mannschaft auf den Turnieren ehrenamtlich.

Kooperation mit der Unified-Mannschaft Hagen

Zwischen 2008 und 2010 gab es unter der Schirmherrschaft von Special Olympics ein Projekt, welches Menschen mit und ohne geistige Behinderung sportlich zusammenführte. Diese Mannschaften nennen sich Unified Teams. Auch nach Beendigung des Projektes gibt es in verschiedensten Sportarten weiter Unified Teams.

Seit vielen Jahren ist Heinz-Werner Schmunz, ehemaliger Bundesliga-Basketballer und Lehrer an der Gustav-Heinemann - Schule in Hagen sehr engagiert bei Special Olympics. Er ermöglichte mit seinen Schul-Teams die Teilnahme beim Europa-Championat in Rom (2006) und den Weltspielen in Shanghai (2007). Schon damals halfen junge Spieler des Basketball-Vereins Hagen (BBV) bei der Vorbereitung mit. Daraus und mit den guten Erfahrungen während des Unified Projektes entstand im Frühjahr 2010 die Idee eine Unified-Mannschaft in Hagen zu gründen, welche in den normalen Liga- Spielbetrieb integriert ist.

Die Mannschaft besteht aus je sieben Spielern mit und ohne geistige Behinderung, den sogenannten Partnern. Die Auswahl wurde alters- und leistungsmäßig getroffen. Jede Woche findet ein gemeinsames Training statt. Unterstützt wird Herr Schmunz durch Herrn Marcus Höhn. In den wöchentlichen Trainingseinheiten lernten vor allem die Partner den Umgang mit den geistig behinderten Mannschaftskameraden. Das Zusammenspiel gestaltete sich zunächst nicht immer einfach und erforderte viel gegenseitige Rücksichtnahme. Nicht nur die Partner sind daran gewachsen. Die behinderten Spieler konnten ihr Selbstwertgefühl steigern, hatten Erfolgserlebnisse und erhielten die bisher fehlende Anerkennung durch Nichtbehinderte.

In der Spielsaison 2010/2011 startete das bislang deutschlandweit, nach unseren Recherchen sogar europaweit, einzigartige Projekt der Integration einer Unified - Mannschaft in dem normalen Liga – Spielbetrieb, zunächst außerhalb einer Wertung, da die Mannschaft nur Heimspiele bestreitet. Gespielt wird aber mit normalen Regeln und Spielzeit. Gemäß den Regeln für Unified -Mannschaften stehen immer drei Behinderte und zwei Partner auf dem Spielfeld. Die Kosten für die Vereinsmitgliedschaft (ermäßigter Satz) anfänglich beim Basketball-Verein-Hagen (BBV Hagen) nun beim TSV 1860 und die Kosten für die Schiedsrichter muss von der Mannschaft aufgebracht werden. Die Trikots wurden von Special Olympics gesponsert.
Im Januar 2011 erhielt das Basketballteam einen Sonderpreis der Stadt Hagen für besondere Leistungen im Sport.
Trotz vieler interessanter und umkämpfter, aber dennoch siegloser Spiele wuchs das Team weiter zusammen und konnte sogar einen Sieg verbuchen. In diesem Spiel wurde deutlich, dass die Mannschaft als vollwertiger Gegner anerkannt wird. Der erste Schritt zur Integration ist geglückt.

Da drei Spieler Mitglieder der Unified -Mannschaft sind, fanden mehrere Treffen mit Herrn Schmunz statt mit dem Ziel das Projekt weiter auszubauen. Bei entsprechender Leistung erhalten die Spieler der St. Laurentius- Mannschaft die Möglichkeit in das Unified-Team aufgenommen zu werden. Gemeinsame Trainingseinheiten sollen nicht nur auf kommende Turniere vorbereiten, sondern auch die weitere Integration fördern. Durch das gesteigerte Selbstwertgefühl ergeben sich andere Perspektiven. So konnte z.B. ein Spieler mit Hilfe des Integrationsfachdienstes in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden. Ein Anderer möchte sich verselbständigen und in eine eigene Wohnung ziehen. Dies war vor einem Jahr für ihn noch undenkbar.

Zukünftig ist die Teilnahme beider Mannschaften an verschiedenen Turnieren geplant. Hierfür müssen noch Sponsoren gesucht werden, die die Kosten übernehmen. Aufgrund der finanziellen Problematik z.B. geringer Werkstattlohn oder Harz IV, können nur wenige die Teilnahmegebühren aufbringen.

Fazit nach einem Jahr Projektarbeit:

Ein Grundstein für die Integration von Menschen mit einer geistigen Behinderung ist gelegt. Alle Beteiligten konnten persönliche Fortschritte erzielen. Die Wahrnehmung von Außen hat sich geändert. Das Interesse am Leben von Menschen mit Behinderungen und die Anerkennung ihrer sportlichen Leistung wurden geweckt.

Wir machen weiter!